Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir jeden Tag mit so vielen Dingen konfrontiert werden, die uns eigentlich gar nicht guttun. Nachrichten, Streit, schlechte Stimmung, Menschen, die ständig nur das Negative sehen, soziale Medien, Vergleiche und dieses Gefühl, immer irgendetwas leisten oder darstellen zu müssen.
Und irgendwann merkt man, dass man müde wird.
Nicht unbedingt körperlich. Eher im Kopf.
Ich glaube inzwischen, dass es unglaublich wichtig ist, darauf zu achten, womit wir uns jeden Tag beschäftigen. Denn alles, was wir sehen, hören und immer wieder denken, macht etwas mit uns.
Wenn ich morgens direkt mein Handy nehme und zehn schlechte Nachrichten lese, dann nehme ich diese Stimmung automatisch mit in meinen Tag. Wenn ich ständig Menschen zuhöre, die nur schimpfen, lästern und alles schlechtreden, dann merke ich irgendwann, dass auch meine eigenen Gedanken negativer werden.
Deshalb versuche ich immer mehr zu entscheiden, was überhaupt noch Raum in meinem Leben bekommt.
Natürlich kann man nicht alles Negative vermeiden. Das Leben besteht nicht nur aus schönen Momenten. Es gibt Probleme, Sorgen, Enttäuschungen und Tage, an denen einfach nichts läuft.
Aber wir können entscheiden, womit wir zusätzlich unseren Kopf füllen.
Ich muss nicht jeden Streit im Internet lesen.
Ich muss nicht jede schlimme Nachricht verfolgen.
Ich muss nicht wissen, was jeder andere Mensch macht.
Und ich muss mich auch nicht ständig mit Menschen beschäftigen, nach denen ich mich schlechter fühle als vorher.
Das ist etwas, was ich selbst lange lernen musste.
Früher dachte ich oft, man müsse alles wissen, alles mitbekommen und sich mit allem auseinandersetzen. Heute denke ich anders.
Manchmal ist es viel gesünder, etwas einfach nicht an sich heranzulassen.
Beschäftige dich mehr mit deinem eigenen Leben
Wir schauen heute unglaublich viel auf andere Menschen.
Wer hat was gekauft?
Wer sieht wie aus?
Wer fährt welches Auto?
Wer hat welche Beziehung?
Wer verdient wie viel Geld?
Und irgendwann kennt man das Leben von fremden Menschen besser als das eigene.
Dabei gibt es im eigenen Leben so viel, worauf man sich konzentrieren kann.
Die eigene Wohnung schöner machen.
Spazieren gehen.
Sport machen.
Etwas Neues lernen.
Kochen.
Ein Buch lesen.
Musik hören.
Zeit mit Menschen verbringen, die einem guttun.
Ein Ziel verfolgen.
Etwas aufbauen, das einem wirklich wichtig ist.
Es müssen keine riesigen Dinge sein.
Manchmal verändert sich das eigene Lebensgefühl schon dadurch, dass man morgens einen Kaffee trinkt, das Handy weglegt und für zehn Minuten einfach nur am Fenster sitzt.
Oder dass man spazieren geht und dabei nicht die ganze Zeit auf einen Bildschirm schaut.
Oder dass man sich abends fragt, was heute eigentlich schön war.
Nicht jeder Mensch verdient deine Energie
Auch Menschen können unglaublich viel Kraft kosten.
Es gibt Menschen, nach einem Gespräch fühlt man sich leichter.
Und es gibt Menschen, nach einem Gespräch fühlt man sich komplett leer.
Ich glaube, man sollte viel mehr darauf achten.
Man muss nicht mit jedem diskutieren.
Man muss nicht jeden überzeugen.
Man muss sich auch nicht ständig rechtfertigen.
Manchmal ist Abstand die beste Entscheidung.
Nicht aus Arroganz.
Sondern aus Selbstschutz.
Wenn jemand ständig schlecht über andere Menschen redet, alles negativ sieht oder einem immer wieder ein schlechtes Gefühl gibt, dann darf man sich fragen, ob man diese Energie wirklich jeden Tag in seinem Leben braucht.
Das Handy darf auch einmal still sein
Ich liebe soziale Medien und ich finde, dass sie unglaublich viele schöne Seiten haben können.
Man kann Menschen kennenlernen, sich inspirieren lassen, lachen, lernen und manchmal sogar neue Wege für sein eigenes Leben entdecken.
Aber ich glaube auch, dass man lernen muss, das Handy wieder wegzulegen.
Denn unser Kopf braucht Momente, in denen nichts passiert.
Keine Nachricht.
Kein Video.
Keine Meinung.
Kein Vergleich.
Einfach Ruhe.
Und genau in diesen Momenten merkt man manchmal erst wieder, was man selbst eigentlich fühlt und möchte.
Fülle deinen Kopf mit Dingen, die dir guttun
Seit einiger Zeit denke ich öfter darüber nach, wie sehr unsere Gedanken unser Leben beeinflussen.
Wenn ich mich jeden Tag nur mit Angst, Problemen und negativen Dingen beschäftige, wird meine Welt irgendwann automatisch dunkler.
Wenn ich mich dagegen mit Dingen beschäftige, die mir Hoffnung geben, verändert sich auch mein Blick.
Das können Bücher sein.
Podcasts.
Natur.
Sport.
Gespräche mit Menschen, die einem Mut machen.
Ein neues Projekt.
Ein Hobby.
Oder einfach ein Ziel, auf das man sich freut.
Man muss nicht jeden Tag perfekt leben.
Das schaffe ich selbst auch nicht.
Aber man kann jeden Tag ein bisschen darauf achten, was man in sein Leben hineinlässt.
Das eigene Leben darf wieder wichtiger werden
Ich glaube, viele von uns verbringen viel zu viel Zeit damit, auf alles zu schauen, was draußen passiert.
Dabei vergessen wir manchmal das Wichtigste.
Unser eigenes Leben.
Unsere eigene Gesundheit.
Unsere Gedanken.
Unsere Familie.
Unsere Träume.
Unsere Zeit.
Und Zeit bekommen wir irgendwann nicht zurück.
Deshalb möchte ich sie immer weniger mit Dingen verschwenden, die mich nur herunterziehen.
Ich möchte mich lieber mit Dingen beschäftigen, die mich wachsen lassen.
Mit Menschen, bei denen ich mich wohlfühle.
Mit Zielen, die mir wichtig sind.
Mit kleinen Momenten, die sich gut anfühlen.
Und vor allem möchte ich lernen, nicht mehr jede negative Sache dieser Welt zu meiner eigenen zu machen.
Denn man kann nicht die ganze Welt kontrollieren.
Aber man kann entscheiden, womit man seinen eigenen kleinen Teil dieser Welt füllt.
Und vielleicht beginnt genau da ein ruhigeres Leben.
