Es gab eine Zeit, da fühlte sich Weihnachten anders an. Nicht größer ,nicht teurer. Aber echter.

Als Kinder haben wir auf den Weihnachtsmann gewartet. Mit leuchtenden Augen, mit klopfenden Herzen. Ein kleines Geschenk hat gereicht, um uns glücklich zu machen. Eine Puppe, ein Spiel, etwas, das mit Liebe ausgesucht wurde.

Es ging nicht darum, was es war. Sondern darum, dass es da war.

Heute hat sich Weihnachten leider stark verändert. Die Geschenke werden immer größer, teurer, vergleichbarer. Schuhe, Handys, Laptops, Marken, Taschen, Parfüms und am besten alles Markensachen.
Oft geht es nicht mehr darum, dass etwas von Herzen kommt sondern darum, wie es wirkt.

Viele Kinder vergleichen heute die Geschenke miteinander. Nach den Ferien in der Schule wird erzählt, wer was bekommen hat. Wer mehr hatte. wer weniger,,,und wer dabei irgendwie schlechter dasteht.

Aus Freude wird ein vergleich.
Aus Dankbarkeit ein Maßstab.

doch nicht nur Kinder vergleichen. Auch Erwachsene tun es, leiser aber genau so präsent.

Geschenke werden fotografiert, gepostet gezeigt.
Man sieht, was der Partner geschenkt hat, was freunde bekommen haben. Und plötzlich entsteht der Gedanke hat ihr freund mehr ausgegeben, liebt er mich weniger? war mein Geschenk weniger wert also bin ich es auch?

Weihnachten ist für viele zu einem Moment geworden, an dem man gut dastehen möchte. Vor anderen. Auf Social Media . Im Freundeskreis.

Dabei rückt das Eigentliche immer weiter in den Hintergrund.

Weihnachten war nie dafür gedacht, ein Beweis zu sein.
Nicht für Liebe.
Nicht für Erfolg.
Nie für Status.

Es ging um Zusammensitzen. Um Gespräche. Um Nähe.
Um Menschen, die da sind ,,,nicht um Dinge, die gezeigt werden.

Vielleicht haben wir Weihnachten garnicht verloren.
Vielleicht haben wir nur vergessen worum es einmal ging.

Ich wünsche mir, dass all die Menschen, die dieses Gefühl verloren haben, es wieder wiederfinden.
Dieses warne Gefühl von früher. Als ein Geschenk gereicht hat.
Als Dankbarkeit echt war.
Als Weihnachten noch für Liebe stand und das zusammensein mit der Familie.

Als man sich gefreut hat, sich zu sehen.
Nicht, sich zu vergleichen.

Ich weiß, dass es sie noch gibt. Menschen, die Weihnachten genauso zelebrieren. Still. Ehrlich. Von Herzen.

Aber leider ist es nicht mehr die Mehrheit.

Und trotzdem hoffe ich, dass dieses Gefühl irgendwann wieder zurückkommt.
Dass Weihnachten wieder mehr Bedeutung bekommt. Nicht durch Dinge sondern durch Menschen.

Von Herzen
eure Loredana

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